rp09 -

re:publica'09
Shift happens!

Referenten
Lisa Rosa
Programm
Tag 2
Raum Kalkscheune Großer Saal
Beginn 16:30
Dauer 00:30
Info
ID 395
Veranstaltungstyp Vortrag
Track Kultur
Sprache deutsch
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Ne(x)t Generation?

Bildung im Übergang von der Arbeitsgesellschaft zur selbstreflexiven Lerngesellschaft

"Lernkultur" als Begriff für die Gesellschaft der Zukunft meint nicht einen Sammelbegriff für alte oder neue Methoden schulischen Lernens, wie die Reformpädagogik bisher den Begriff benutzt. Mit "Lernkultur" wird stattdessen die ganze zukünftige Gesellschaft selbst bezeichnet – als eine lernende Kultur, in der die Hauptressource, die Hauptproduktivkraft das selbstreflexive Lernen sein wird.Wir befinden uns im Übergang zu dieser Lernkultur-Gesellschaft, von der wir allenfalls eine vage Ahnung besitzen können, wie sie im Einzelnen aussehen wird. Den Bildungsorganisationen muss es im jetzigen Übergang zur Lernkultur jedoch gelingen, sich selbst so zu verändern, dass sie ihren Mitgliedern ermöglicht, diejenigen Fähigkeiten zu entwickeln, die nötig sind, um erfolgreich "mit Technologien umzugehen und Probleme zu lösen, die wir heute noch gar nicht kennen" (Karl Fisch).

"Lernkultur" als Begriff für die Gesellschaft der Zukunft wurde kürzlich von J. W. Erdmann und Georg Rückriem eingeführt. "Lernkultur" meint nicht einen Sammelbegriff für diese oder jene, alten oder neuen Methoden schulischen Lernens, wie die Reformpädagogik bisher den Begriff benutzt. Mit "Lernkultur" wird stattdessen die ganze zukünftige Gesellschaft selbst bezeichnet – als eine lernende Kultur, in der die Hauptressource, das Hauptcharakteristikum oder anders: die Hauptproduktivkraft das selbstreflexive Lernen sein wird (individuell wie organisational). Die Fähigkeit zur eigenen Sinnbildung sowie Selbststeuerung bzw. Selbstbestimmung werden dabei eine herausragende Rolle spielen. Wir befinden uns im Übergang zu dieser Lernkultur-Gesellschaft, von der wir allenfalls eine vage Ahnung besitzen können, wie sie im Einzelnen aussehen wird. Den Bildungsorganisationen muss es im jetzigen Übergang zur Lernkultur jedoch gelingen, sich selbst so zu verändern, dass sie ihren Mitgliedern – seien es Schüler, Lehrer, Lehrerausbilder oder Bildungsadministratoren – ermöglicht, diejenigen Fähigkeiten zu entwickeln, die nötig sind, um erfolgreich "mit Technologien umzugehen und Probleme zu lösen, die wir heute noch gar nicht kennen" (Karl Fisch). Von dieser notwendigen radikalen Veränderung ist institutionell noch wenig zu sehen. Aber wie immer läuft den institutionalisierbaren Erkenntnissen die neue Praxis an vielen Stellen voraus ...